EuroEyes Cyclassics 2017

20170820_112747(0)Das vergangene Wochenende stand bei uns wieder im Zeichen des Radsportes. Die EuroEyes Cyclassics 2017 standen an.

Am Samstag sind wir bereits morgens losgefahren. Wir haben zunächst ein paar Profifahrer getroffen, die sich für ein Training startklar machten und sind dann gemütlich über die Messe geschlendert. Hierzu haben wir leider mit bedauern festgestellt, dass die Messe sich deutlich merkbar verkleinert hat. Es fehlten einige Stände, die wir eigentlich besuchen wollten. Naja, es gibt schlimmeres …

Ab frühen Nachmittag waren wir dann auf der Messe beim HFS Stammtisch. Dies war wie jedes Jahr sehr schön, auch wenn noch immer Helmut bei allen Veranstaltungen schmerzlich fehlt.

Am Sonntag machten wir uns recht früh auf nach Hamburg. Unser Start war bereits um 8:00 Uhr und die Mohr’s sind halt einfach immer eher früher als zu spät da 😉

Eigentlich waren wir für den Startblock D eingeteilt, da aber zwei Foris Geburtstag hatten und ohnehin fast alle anderen HFS Foris aus Startblock G gestartet waren, haben wir uns zu ihnen gesellt. Im Startblock selbst herrschte eine gute Stimmung, aber irgendwie war allen Teilnehmern nicht so recht klar, wo der Startblock eigentlich wirklich war (in der Mitte war ein Absperrgitter und niemanden war so recht klar, welche Seite nun Startblock G ist). Dieses Problem hat sich aber von ganz allein gelöst, denn wir mussten vor dem Start ohnehin noch ein bißchen nach vorne aufrücken. Gestartet wurde mit etwas Verspätung, aber dafür sehr ruhig.

Morgens waren die Temperaturen noch sehr frisch, doch schon nach den ersten Metern hat sich das Frösteln erledigt. Die Sonne schien und es war leicht windig.

Zunächst fuhren die Männer für Bri’s Geschmack etwas zu schnell, da es gemültich werden sollte. Aber dies legte sich recht schnell (vermutlich auch wg. Bri’s Gesichtsausdruck ;-)), so dass die Fahrt dann langsamer fortgeführt wurde. Kurz vor dem Kösterberg konnten wir Wosi am Straßenrand begrüßen. Selbstverständlich sind wir hierzu angehalten. So lange haben wir uns nicht gesehen, so mussten wir die Gelegenheit doch nutzen. Das war soo schön!

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Die letzen 20 km gingen dann recht schnell um und schwups waren wir bereits im HFS Verbund mit Besenwagenflüchtling und Kanarienvogel im Ziel. Es folgte das schon taditionelle HFS Treffen am Ida-Ehre-Platz mit Jubel-Schreie für die einfahrendenden Radler.

Da wir dieses Jahr nur die 60er Strecke gefahren sind, konnten wir die Gelegenheit nutzen und noch ins Fahrerlager der Profi-Fahrer zu gehen. Das war absolut klasse. Wir hatten bereits vorher einige Fahrer auf ihren Weg zum Einschreiben gesehen, aber so ein Profi-Fahrerlager hat immer etwas besonderes. Ist es vielleicht die Verbindung zu Urlaub und zur Tour de France? Keine Ahnung, in jedem Fall war es grandios.

Danach haben wir uns noch den Start der Profis angesehen, um dann wieder zum HFS Treffpunkt zu Ida-Ehre-Platz zurückzukehren.

Gegen 13:00 Uhr machten wir uns auf dem Heimweg. Wie wir am Parkhaus feststellen genau zu richtigen Zeitpunkt, denn bei der Ausfahrt mit dem Auto fing es gerade an zu Regnen. Glücklicherweise haben wir davon nichts mehr abbegkommen. Leid tat es uns für die Jedeermänner der 180er Runde, die noch auf der Strecke waren und für die Profis!

Wir haben dann das Profirennen Zuhause zuende gesehen. Ein Profirennen in der Heimat ist schon wirklich was ganz besonderes!

Fazit von EuroEyes Cyclassics Wochenende:
Die Cyclassics gehören einfach zu Hamburg dazu. Hamburg ist eine Sportstadt und da dürfen die Cyclassics einfach nicht fehlen. Uns hat es Spaß gemacht und wir werden nächstes Jahr bestimmt wieder dabei sein!

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Ironman Hamburg 2017

Am vergangenen Sonntag (13.08.2017) fand zum ersten Mal ein Ironman in Hamburg statt. Da mussten wir bei sein, als Zuschauer selbstverständlich 😉

Wir machten uns am Sonntagmorgen mit dem Fahrrad an der Elbe entlang auf nach Hamburg. Komischerweise waren insgesamt wenige Rennradfahrer auf der Strecke. Ab Oortkatensee Richtung Tatenberger Schleuse wurden dann doch ein paar Fahrer gesichtet, aber irgendwie war es komisch. Wir waren auch nicht früher unterwegs als sonst. Wo waren denn alle?

20170813_123101In der Hafencity angekommen haben wir den Triathleten auf der Radstrecke zugesehen. Wir standen ungefähr bei der Hälfte der 180 km. Es war schon beeindrucket. Nochmal kurz die Distanzen in Erinnerung rufen: erst 3,8 km Schwimmen (puh, geht gar nicht), dann 180 km Radfahren (OK, klingt schon viel besser. Aber ohne Windschatten! Hhhm …) und dann noch einen Marathon laufen (geht schon ohne Schwimmen und Radfahren nicht). Wirklich beeindruckend was bei einem Ironman geleistet wird!

Tribelix war bereits auf seiner zweiten Runde, als wir an die Radstrecke kamen, aber wir konnten Stine begrüßen und anfeuern. Auch konnten wir den Führenden der Profis an uns vorbeirauschen sehen. Er war aber schon am Ende der Radstrecke und hatte zu diesem Zeitpunkt bereits 10 Min. Vorsprung!

Nachdem wir die Radfahrer angefeuert haben, sind wir zunächst mit dem Rad wieder nach Hause gefahren. Haben gegessen, geduscht und gechillt, bis wir abends wieder mit dem Auto in die Stadt gefahren sind, um beim Zieleinlauf anzufeuern. Wir haben also jede Menge in der Zwischenzeit erledigt.  Und die Ironman-Teilnehmer? Die ganze Zeit unter Belastung … krass! Kaum nachvollziehbar!

Angekommen in Hamburg war uns auch klar, wo alle waren. Es war am Morgen so wenig an der Elbe los, weil alle in der Stadt waren. Entweder zum Teilnehmen beim Ironman oder als Zuschauer. Es war eine wirklich super Stimmung an der Strecke.

Wir haben uns mit Clemens, Stephan und Sascha getroffen und uns kurz vor dem Ziel postiert und die Finisher bejubelt. Ich hatte ständig Pipi in den Augen, weil die Freude der Finisher so überwältigend war und man sich einfach mitfreuen musste. Dann kam Tribelix ins Ziel, er wurde von uns herzlich empfangen. So cool! Er ging Richtung duschen und wir nochmal zur Laufstrecke. Stine hatte schließlich noch eine Runde vor sich und wir wollten ihr nochmal gut zureden.

Als Stine ins Ziel kam, war auch schon Tribelix zu uns gestoßen und hat sie ebenfalls in Empfang genommen. Echt ein tolles Event! Auch als Zuschauer! Und ein großer Respekt an alle Finisher!

Liebe Grüße,
Bri & Mat

Ps.: Bei HFS gibt es übrigens auch Berichte von Stine und Tribelix – absolut lesenswert. Zu finden hier:
https://www.helmuts-fahrrad-seiten.de/forum/viewtopic.php?f=27&t=10593&p=72967#p72967

Das trikottaschentaugliche Gutscheinheftchen – 10€ Rabatt für die EuroEyes Cyclassics

20819725_1753347131359550_8788734475866975711_oKennt Ihr schon das neue trikottaschentaugliche Gutscheinheftchen vom Radsportverband Hamburg? Dies ist eine wirklich coole Sache! Das Heftchen kostet lediglich 9,90€ und es sind viele verschiedene Gutscheine enthalten. Z.B. auch ein 10€ Rabatt auf die Anmeldung bei den EuroEyes Cyclassics Hamburg. D.h. wenn ihr dieses Heftchen kauft, dann bekommt ihr auf die Anmeldung zu den Cyclassics 10 € Rabatt, unterstützt den Radsportnachwuchs und kommt noch in das Vergnügen von vielen weiteren Vergünstigungen (z.B. Gratis Tacx-Trinkflasche im Wert von 10 Euro bei Trenga, 10% auf alles bei Decathlon, 15% Rabatt beim Kauf von Trikot/Hose bei Pirate, 15% auf alles bei Trionik und vieles mehr …).

Das ist doch ein guter Grund dieses Heftchen zu kaufen und spontan noch bei den Cyclassics teilzunehmen – sofern noch keine Anmeldung erfolgt ist.
Startplätze gibt es bei der Akkreditierung (Valentinskamp 89-90, 20354 Hamburg), die Öffnungszeiten sind wie folgt:
Donnerstag 17.08.2017 – 11:30 Uhr bis 19:00 Uhr
Freitag 18.08.2017 – 11:30 Uhr bis 19:00 Uhr
Samstag 19.08.2017 – 10:30 Uhr bis 15:00 Uhr

Wir gehen dieses Jahr bei den EuroEyes Cyclassics auf die kurze Strecke und freuen uns auf Euch 🙂

Weitere Infos zu diesem Heften gibt es auf der Facebook-Seite von den Cyclassics hier:
https://www.facebook.com/plugins/post.php?href=https%3A%2F%2Fwww.facebook.com%2FCyclassics%2Fposts%2F1753348744692722&width=500

Und auch beim Radsportverband Hamburg hier, wo man das Heft auch erwerben kann:
http://gutscheinheft.vemono.com/

Radsportliche Grüße,
Bri & Mat

Euro Eyes Velothon Berlin 2017

20170620_201308Am vergangenen Wochenende fand der 10. Velothon in Berlin statt. Auch wir waren in diesem Jahr wieder mit dabei.

Wir sind bereits am Samstag angereist, damit wir noch den Tag auf der Messe mit entsprechenden Rahmenprogramm verbringen konnten. Die Messe an sich wirkte zwar dieses Jahr etwas kleiner, aber es waren noch immer ausreichend Stände zum Stöbern vorhanden. Nur der Mavic Stand hat uns leider sehr gefehlt. Bri wollte eigentlich nochma20170618_110916l ihr vorderes Laufrad checken lassen (es hat ein ganz klein bisschen Spiel) und da hätte sich die Messe angeboten, aber leider war Mavic dieses Jahr nicht vertreten. Dennoch war die Messe insgesamt wieder sehr interessant.

Neben der Messe haben wir uns noch das GASAG Kids VELOTHON am Samstag angesehen, bei dem 250 Kinder teilgenommen haben. Die Kinderrennen sind wirklich sehr süß und es ist absolut erstaunlich wie die Kleinen schon im Windschatten fahren. Besonders süß war das Zusammentreffen von Jens Voigt und einem 9jährigen Gewinner. Der Kleine fuhr mit einem Team-Rad vom Team von Jens Voigt und somit haben die beiden selbstverständlich ein gemeinsames Foto mit ihren Rädern geschossen.

20170617_120046     20170617_124416

20170617_171323Auch haben wir uns am Samstag die Premiere des „Großen Preis der Radlegenden“ – einem Promi-Rennen – angesehen. Hier fuhren unter anderen ehemalige Profiradsportler, darunter Jens Voigt, Daniel Musiol und Mario Vonhof, 25 Runden auf einer 1,3 Kilometer langen Strecke am Tiergarten entlang. Gewonnen hat der ehemalige Tour de France Etappensieger Jens Voigt. Dieses Rennen hat uns sehr gut gefallen auch wenn vermutlich alles Zuschauern im Vorwege klar war, wer hier gewinnen wird. Man hat bereits bei der Hälfte des Rennens in den Augen und an der Körperhaltung von Jens Voigt den Siegeswillen gesehen – einmal Rennfahrer, immer Rennfahrer! Es war toll, dies mitzuerleben.

20170618_070231Den sommerlichen Sommerabend haben wir dann noch im Biergarten genossen, bevor es dann ins Novotel am Tiergarten ging. Dieses Hotel ist für den Velothon einfach perfekt gelegen. Man ist schnell am Start und durch das Check-Out bis 12:00 Uhr kann man sogar noch nach dem Rennen Duschen und – sofern man möchte – frühstücken. Auch darf man die Räder mit aufs Zimmer nehmen. Einfach gut!

Am Sonntagmorgen waren es bereits über 20 Grad Celsius in Berlin. Somit ging es für uns bei strahlenden Sonnenschein in der Früh zum Startblock – perfekte Rahm20170618_071714enbedingungen. Über 11.500 Jedermannteilnehmer gingen im Übrigen am Sonntag ab 7.30 Uhr (60km und 180km) sowie ab 10.30 Uhr (120km) an den Start. Um 9.00 Uhr war der erste, um 15.27 Uhr der letzte Finisher im Ziel.

Die 180 km-Strecke ist neu seit diesem Jahr. Diese Strecke richtet sich an ambitionierte Rennradfahrer, denn es musste eine Mindestdurchschnittsgeschwindigkeit von 35 km/h gehalten werden.

Auch neu in diesem Jahr waren die Vereinsmeisterschaften des VELOTHON Cycling Club Programm. Dieses neue Programm soll die Vereinsarbeit fördern. Zu diesem Programm gehört die komplette Velothon Serie, d.h. Euro Eyes Velothon Berlin, Euro Eyes Cyclassics Hamburg, Velothon Vienna, Velothon Wales, etc.

Für uns war der Velothon insgesamt wieder toll. Wir können es mit den Worten des Moderators auf der Messe ausdrücken – der Velothon ist die schnellste Sightseeing-Tour durch Berlin. Besonders positiv ist uns dieses Jahr aufgefallen, dass das Sicherheitskonzept Cyclesmart von Velothon zum Tragen kommt. Gefühlt gab es nur wenige Unfälle und auch die Fahrer selbst sind alle vorsichtig und recht diszipliniert gefahren. Es gab bei uns kein einziges Mal eine brenzlige Situation. Wir haben hierzu auch mit anderen Teilnehmer sowie mit Uwe Vahrenkamp 20170618_110912.jpgim Anschluss nach dem Rennen gesprochen und auch die haben es so empfunden. Das ist wirklich super!

Nachdem wir ins Ziel gekommen waren, haben wir noch etwas Zeit auf der Messe verbracht. Auch haben wir uns den Zieleinlauf des Rad Race Fixed42-World Championships angesehen. Dieses Rennen ist um 10.20 Uhr in der dritten Auflage in Ludwigsfelde gestartet. Fast 500 Teilnehmerinnen und Teilnehmer nahmen auf Bahnrädern den 42 Kilometer langen Schlussabschnitt des Euro Eyes Velothon 120 Kurses unter die Räder, um im Ziel auf der Straße des 17. Juni Weltmeister und Weltmeisterin zu küren. Es war wirklich beeindruckend mit welcher Geschwindigkeit die Teilnehmer auf Ihren Fixies dort ins Ziel rollten – wirklich Gänsehaut-Feelings!

Der Veranstalter schrieb, dass im Übrigen insgesamt etwa 250.000 Besucher das Euro Eyes Velothon Berlin Wochenende auf dem Veranstaltungsgelände sowie entlang der Strecke beiwohnten.

Insgesamt war es mal wieder ein perfektes Radsportwochenende in unser schönen Hauptstadt Berlin. Wir kommen ganz sicher wieder. Diese Veranstaltung gehört einfach dazu und Berlin ist ohnehin immer eine Reise wert. Da wir in diesem Jahr jedoch nur wenige bekannte Gesichter aus Hamburg (und Umland) gesehen haben, hoffen wir, dass sich dieses für nächstes Jahr wieder ändert. Diese Veranstaltung ist in jedem Fall eine Reise wert 😉

Radsportliche Grüße
Bri & Mat

RaGo 2017

20170605_105620Am vergangenen Pfingstmontag fand wieder (dieses Mal bereits zum 6. Mal) der RaGo (Radsport-Gottesdienst) der Kirchengemeinde St. Johannis zu Neuengamme statt. Und auch wir waren dieses Jahr wieder mit dabei.

Da die Wettervoraussichten hervorragend waren, entschieden wir uns bereits mit dem Rad anzureisen. Somit konnten wir bereits auf der Anreise die Sonne entlang der schönen Elbe genießen. Der RaGo selbst war wieder perfekt organisiert. Wir konnten viele bekannte Gesichter entdecken und sowohl vor und auch nach dem Gottendienst das eine oder andere Pläuschen führen.

Während wir nach dem Gottendienst auf den Start der Radtour warteten, war auch der NDR anwesend. Sie haben einen kleinen Bericht vom RaGo erstellt und auch unter den Teilnehmern drei Wettefeen gesucht. Somit kam es, dass Bri das Wetter für mittags angesagt hat 🙂

Zu sehen ist dieser Bericht in der Mediathek vom Hamburg Journal und zwar am Ende des Berichtes (ca. bei Minute 27:25) unter folgenden Link:
https://www.ndr.de/fernsehen/sendungen/hamburg_journal/Hamburg-Journal,hamj57076.html

Danach ging es dann auf die Tour. Beim Kreisel an der Elbe zwischen Altengamme und Geesthacht bekamen wir Besuch von Björn von den Hamfelder Kühen, der uns dann weiter auf der Strecke begleitete. Wie immer war es eine schöne Strecke, doch wir haben uns in Hohenhorn ausgeklinkt und sind direkt zurück nach Schwarzenbek gefahren. Somit sind wir leider nicht in den Genuss des gemütlichen Beisammenseins mit Grillen, Kaffee und Kuchen gekommen. Es hat uns aber auch so wieder sehr viel Spaß gemacht. Schön, dass es den RaGo gibt!

Auf der Internetseite der Kirchengemeinde gibt es auch noch einen kleinen Bericht sowie ein paar Bilder – zu finden hier:
https://www.kirche-neuengamme.de/fotogalerien/2017/2017-rago-am-pfingstmontag.html

Und auch bei HFS unter:
https://www.helmuts-fahrrad-seiten.de/forum/viewtopic.php?f=18&t=11072

 

Rügen Rund 2017 am 27.05.2017

Es ist zwar schon ein paar Tage her, aber dennoch möchten wir hiermit noch einen kleinen Bericht von dieser wirklich sehr netten Veranstaltung zu verfassen.

Um ehrlich zu sein, haben wir nur durch “Zufall“ erfahren, dass Rügen Rund gerade zu dem Zeitpunkt in Binz stattfindet an dem wir ohnehin dort waren. Das war ein wirklich glücklicher Zufall und somit hatten wir uns direkt angemeldet, als wir davon erfuhren.

Bis jedoch eine Woche vor der Veranstaltung hatte sich irgendwie in unseren Köpfen das Wort „Rennen“ verankert. Glücklicherweise haben wir aber nochmal die Ausschreibung vorher genau gelesen und zu Bri’s Freude erfahren, dass es sich nicht um ein Rennen, sondern um einen Rad-Marathon handelt. Die 140er Strecke ist zwar keine Marathon-Distanz, aber dennoch war es kein Rennen.

Wir holten unsere Unterlagen am Freitag ab. Dabei erfuhren wir dann noch zusätzlich, dass es sich sogar um eine geführte Tour handelt. Da kamen Bri’s Bedenken wieder hoch. Zunächst erfreut über die Tatsache, dass es kein Rennen ist, kamen die Bedenken, ob sie eine geführte Tour von 140 km in der Gruppe durchgängig halten konnte?!

Am Freitagmorgen fanden wir uns pünktlich am Start ein. Dort trafen wir gleiche einige bekannte aus der Radsportszene, immer wieder schön.  Alle Gruppen wurden Etappenweise (mit jeweils 15 Minuten Abstand) auf die Strecke geschickt.

es wurde sogar jeder Fahrer persönlich  aufgerufen. Zunächst die 205er Gruppe schnell, dann die 205er Gruppe langsam, gefolgt von der 160er Gruppe und dann unsere 140er Gruppe. Danach folgten dann noch zwei Radwandergruppen von 75 km und 35 km.

Jede Gruppe hatte ein Führungsfahrzeug von der Polizei und auch ein Schlussfahrzeug. Die Strecke führte uns zunächst über Sassnitz, dann ging es Richtung Kap Arkona und letztendlich über die Wittower Fähre zurück nach Binz. Die genaue Strecke ist hier zu finden:
http://www.ruegen-rund.de/html/130_km_rugen-rundr_radmarathon.html

Es war eine wunderschöne Strecke. Zwischendurch gab es auf unserer Tour drei Depots mit leckeren Rosinenbrötchen, Gurken, Bananen und Schmalzbroten. Zur Erfrischung gab es neben Wasser und Energie-Drinks sogar auch Cola! Die Strecken wurden – wie bereits erwähnt – geführt angeboten. Das Tempo war bei unserer Gruppe am Ende nach 141 km 25,8 km/h im Durchschnitt. Die Guides haben dies wirklich toll hinbekommen und oftmals haben auch andere Fahrer (wie z.B. Mat) die Führung der Gruppe mit übernommen, damit sich die Guides auch mal in den Windschatten zurückziehen konnten. Durch das gemütliche Tempo konnte man die Landschaft und das Wetter so richtig genießen.

Nachdem wir am Ende wieder in Binz angekommen waren, gab es für alle Teilnehmer einen Willkommens-Applaus, eine Medaille und eine Urkunde. Getopt wurde dies noch mit einer Portion Pasta und einen kühlen Drink sowie Live-Musik.

Insgesamt war es eine wirklich tolle Veranstaltung an der alles stimmte. Wir kommen vermutlich im nächsten Jahr wieder und können diese Veranstaltung wirklich nur weiterempfehlen.

Vom Veranstalter gibt es noch ein kleines Video, welches hier zu finden ist:
https://youtu.be/NL7Wr8LDtfA

Und hier noch ein paar Bilder von uns:

Frankreich Urlaub 2016 (Tour de France und Paris)

Auch wenn es schon ein paar Tage her ist, möchten wir nicht versäumen noch ein paar Zeilen von unserem schönen Urlaub in Frankreich zu schreiben. Vorab: es war traumhaft. Auch wenn es uns inzwischen schon so vorkommt, als wäre es ewig her, ist es uns noch immer in sehr guter Erinnerung und noch immer berichten wir von diesem Urlaub mit großer Begeisterung.

Nachfolgend daher ein „kleiner“ bebilderter Bericht von jedem Tag:

Freitag, 1. Juli 2016

Am 01.07.2016 sind von losgefahren. Vor uns stand eine Anreise von 1.260 km. Um 4:00 Uhr klingelte der Wecker und voller Elan schwangen wir uns aus dem Bett und fuhren voller Vorfreude los. Die Strecke war zwar recht lang, aber abwechslungsreich. Auch sind wir über den Pont de Normandie angereist.  Der Pont de Normandie ist eine Schrägseilbrücke, die mit 856 m die größte Spannweite in Europa besitzt. Wirklich beeindruckend. Somit sind wir glücklich abends im Sonnenschein in Cancale in der nördlichen Bretagne angekommen. Unser Hotel „Ty Lili“ war zauberhaft. Es ist nur ein ganz kleines Hotel (insgesamt nur 4 oder 5 Zimmer), aber total schön und modern eingerichtet und sehr liebevolle Gastgeber. Auch der Ort Cancale ist wunderschön. So ließen wir den Abend im Restaurant bei frischem Fisch und leckeren Weißwein bzw. Bier gemütlich ausklingen und genossen das französische Flair.

 

Samstag, 2. Juli 2016

Am 02.07.2016 stand dann der Auftakt der Tour de France auf unserem Plan. Wir sind zunächst etwas mit dem Auto Richtung Mont St. Michel gereist und haben dann den restlichen Weg mit dem Rad zurückgelegt. Dabei sind wir noch fast auf den Hund gekommen. Denn „Jacques“ (so haben wir den Hund bereits liebevoll getauft) war plötzlich neben uns und hat uns ca. 10 km begleitet. Jeder Versuch von uns, ihn dazu zu bewegen, dass er uns nicht mehr begleitet, scheiterte kläglich. Wenn wir anhielten, dann hielt er auch an. Deutsch hat er entweder nicht verstanden oder er wollte es nicht verstehen und wenn wir schneller fuhren, dann gab er auch Gas. Irgendwann war aber ein Geruch im Gras doch interessanter und wir – um ehrlich zu sein – ganz froh, denn wir hätten nicht gewusst, was mir machen sollen, wenn er einfach immer weiter bei uns geblieben wäre. Die Fahrt mit dem Rad nach Mont St. Michel war schon grandios. Super schöne Gegend durch Wälder und Wiesen. Als wir jedoch dort ankamen, waren wir zunächst etwas irritiert. Von der Tour den France war nichts zu sehen. Mont St. Michel selbst war sehr beeindruckend und es waren auch schon viele Touris vor Ort, aber wo war die Tour de France? Außer ein paar Absperrungen war nichts zu erkennen. Das kannten wir von den Vorjahren anders. Irgendwo müssen doch auch die Tour-Busse sein. Aber wo? Irgendwann kam uns die Idee, dass dies vielleicht eher auf dem Festland zu finden ist. Glücklicherweise hatten wir unsere Räder dabei und somit machten wir uns auf dem Weg. Schnell war auch die Tour de France gefunden und wir waren mitten im Trubel. Toll! Es ist einfach immer wieder beeindruckend, was dort los ist. Schnell war das Fahrerlager gefunden und wir mitten drin. Hautnah dran an den Profi-Radfahrern. Als sich die Profis dann zum Start aufmachten, fuhren wir auch an die Strecke. Dann folgte der Start und die Patrouille de France (Kunstflugstaffel der französischen Luftwaffe) flogen mit der Tricolore über uns. Eine Gänsehaut lief uns über den Rücken. Die Rennfahrer fuhren ans uns vorüber und der Start der Tour de France war gemacht. Wir setzten uns – bevor wir uns mit dem Rad auf dem Weg zurück ins Hotel in Cancale machten – noch in eine Bar und genossen ein teures Bier (10,00€) und eine teure Cola (6,00€). Aber das war es uns wert. Der erste Tag war schon super. Vollkommen entspannt ließen wir den Tag ausklingen. Mat probierte in der Hauptstadt der Austern (Cancale) sogar direkt beim Austernbauern noch Austern. Muss man auch mal gemacht haben …

 

Sonntag, 3. Juli 2016

Am 03.07.2016 sind wir morgens aus Cancale abgereist. Zunächst ging es zum Start der 2. Etappe der Tour de France und zwar nach Saint-Lô. Nach erfolgreicher Parkplatzsuche machten wir uns auf ins Getümmel. Schon wieder brauchten wir nicht lange und war waren wieder mitten im Fahrerlager. Und schon wieder war es einfach nur klasse. Neben den Profiradlern waren dort auch Fürst Albert von Monaco und Brian Cookson (UCI Präsident) dort zu finden. Man kann es nicht wirklich beschreiben, war es ist super aufregend und schön, wenn man sich im Fahrerlager bewegt und einen Profiradler nach dem anderen trifft. Die Profis sind wirklich entspannt. Nur an die Topfahrer kommt man nicht so einfach ran. Aber manchmal schon 😀 … gleich nach dem Start haben wir uns aufgemacht gen Ziel. Wie man sich jedoch vorstellen kann, ist es sehr voll auf den Straßen. Auch durch die Fahrzeuge der Tour-Organisation. Somit kamen wir nicht mehr vor der Vollsperrung in Cherbourg und somit kamen wir auch nicht mehr, wie eigentlich geplant gewesen, zu unserem Hotel. Somit haben wir kurzerhand um geplant und haben einfach irgendwo, wo es noch möglich war, geparkt und unsere Räder rausgeholt. Das Etappenziel im Cherbourg war nach einem Anstieg. Somit konnten wir diesem mit dem Rad selbst hochfahren. Das war klasse. Die Strecke war bereits abgesperrt, doch wir wurden mit den Rädern noch durchgelassen. Hinter den Absperrungen drängelten sich die Zuschauer und da durch das Warten auf die Profis offenbar nichts Besseres zu tun hatten, jubelten sie uns den Berg hoch. Ein tolles Gefühl. Mat machte öfters den „Wheely“ und somit riefen sie auch immer wieder „Sagan, Sagan“ J Nachdem wir oben ankamen, haben wir uns ein netten Plätzchen hinter der Ziellinie gesucht und die restlichen Kilometer der Profis auf einer Leinwand angesehen, nachdem wir dann die Zieleinfahrt und die Siegerehrung live verfolgen konnten.  Einfach nur klasse. Nachdem alles „vorbei“ war, machten wir uns Richtung Hotel auf, checkten ein und haben am Hafen in einer kleinen Pizzeria den Abend genossen.

 

 

Montag, 4. Juli 2016

Nachdem wir morgens in Cherbourg noch das größte öffentlich zugängliche Atom-U-Boot (Le Redoutable) angesehen haben (dies ist wirklich der Wahnsinn), haben wir uns auf nach Granville gemacht. In Granville war der Start der 3. Etappe der diesjährigen Tour de France. Unser Hotel teilte uns mit, dass die Stadt um 10:00 Uhr für den Verkehr gesperrt wird und wir daher am besten vorher anreisen sollten. Gemacht getan, doch um 9:00 Uhr war bereits alles abgesperrt. Also mussten wir schon wieder um planen. Das Einchecken im Hotel musste erneut warten und wir holten wir unsere Räder raus und fuhren die letzten Meter wieder mit dem Rad. Kein Problem, denn Radfahren bringt ja Spaß und außerdem kommen wir bis zum Fahrerlager der Profis. Im Fahrerlager war allerdings noch nichts los, so dass wir erstmal der Werbekarawane beiwohnten. Dies ist auch immer wieder aufregend und schön. Danach kamen die ersten Tour-Busse und wir sind wieder ab ins Fahrerlager. Hautnah an den Profis. Einfach klasse. Bri hat sogar kurz vor dem Start noch mit Adrien Petit einen Kaffee getrunken. Wir haben die für uns letzte Etappe der Tour de France in 2016 in vollen Zügen genossen. Als dann die Rennfahrer gestartet sind, haben wir noch den Ministerpräsidenten der Normandie kennengelernt und uns gegenseitig über den tollen diesjährigen Tour-Auftakt in der Normandie gefreut. Danach haben wir in unserem Hotel eingecheckt. Dies heißt Hotel Des Bains, liegt direkt am Meer und hat einen phantastischen Blick. Auch dieses Hotel sowie der Ort Granville ist absolut zu empfehlen. Nachdem wir noch ein Bad im kalten Atlantik genommen haben, haben wir den Ort erkundigt und sind dann abends sehr erschöpft, aber glücklich ins Bett gefallen.

 

Dienstag, 5. Juli 2016

Am Montag ging es dann für uns nach Paris. Zunächst haben wir zwischendurch nochmal bei einem großen Carrefour sowie einem großen Decathlon ein Shopping-Stopp eingelegt, aber sind dann gegen Nachmittag in unserem Hotel, welches ca. 10 km entfernt vom Eiffelturm lag, angekommen. Nachdem wir unser Hotelzimmer für die nächsten drei Nächte bezogen hatten, machten wir uns mit dem Rad auf Richtung Stadtzentrum. Wider Erwarten ist es absolut empfehlenswert mit dem Rad durch Paris zu fahren. Wir haben niemals zuvor so eine fahrradfreundliche Stadt erlebt. Und dies ist absolut nicht ironisch gemeint. Es wirkt zwar auf den ersten Blick chaotisch. Ist es aber nicht. Auf die Radfahrer nimmt jeder Rücksicht und es bringt richtig Spaß in Paris mit dem Rad zu fahren. Es gibt entweder Radwege, oder man darf die Bus-Spur nutzen oder einfach gemeinsam mit den Autos und Motorrädern, aber jeder passt auf die Radfahrer auf. Niemals kamen wir in eine gefährliche Situation. Bei herrlichsten Sonnenschein kamen wir am Eiffelturm an. Wir ließen den Abend mit leckerer Pasta in einem niedlichen Bistro sowie anschließend mit Drinks am Trocadéro mit Blick auf dem Eiffelturm gemütlich ausklingen.

 

Mittwoch, 6. Juli 2016

Am Mittwoch machten wir uns mit den Rädern auf zu einer Stadtrundfahrt. Es war herrlich. Wir haben immer kurz überlegt, was wir ansehen wollen, haben dies in unsere Garmins eingegeben und dann zum Ziel navigiert.

Dabei sind wir zunächst über die Champs-Élysées um den Arc de Triomphe bis nach La Defénse gefahren. Dort haben wir uns das Viertel angesehen und den Grande Arche bewundert.

Danach ging es für uns noch zum Notre Dame und zum Louvre.

 

Donnerstag, 7. Juli 2016

Am Donnerstag haben wir uns zunächst mit den Rädern Richtung Montmartre gemacht. Das Garmin hat uns eine klasse Strecke auf den „Berg“ hinaufgeschickt. Von oben konnten wir einen herrlichen Ausblick auf Paris genießen.

Danach sind wir noch ein bisschen durch das Viertel Montmartre geschlendert.

Weiter ging es zur Moulin Rouge und auch das Bataclan haben wir uns angesehen. Beim Bataclan haben wir die Helme abgenommen und kurz innegehalten. Sehr traurige Stimmung. Neben uns stand eine Frau und hat gebetet.

Nach einem Drink haben wir uns dann zum Friedhof Père Lachaise aufgemacht, auf dem z.B. Jim Morisson begraben ist. Genau dieses Grab wollten wir uns ansehen. Und es ist in der Tat so, dass an diesem Grab immer irgendwelche Menschen sitzen. Als wir da waren, waren eine Reihe junger Mädels da, die es sich gemütlich gemacht haben und sich bei Zigaretten leise unterhielten. Generell ist der Besuch dieses Friedhofs eine Reise wert, denn der Friedhof ist wirklich besonders und absolut sehenswert.

 

Freitag, 8. Juli 2016

Am Freitag haben wir uns morgens auf die Heimreise gemacht. Dies hat jedoch zunächst noch seine Zeit benötigt, bis wir aus Paris rauswaren (aufgrund von sehr hohem Verkehrsaufkommen, können Fahrten mit dem PKW in Paris durchaus viel länger dauern als geplant). Danach wind wir aber sehr gut durchgekommen und sind abends glücklich und zufrieden wieder zuhause angekommen.

FAZIT:

Ein rundum gelungener und fantastischer Urlaub. Wir haben viel erlebt. Zunächst bei der Tour de France (allerdings benötigt man hier viele Jahre Erfahrung, um so dicht an die Fahrer zu kommen) und dann in Paris. Erholsam war dieser Urlaub sicher nicht, aber dafür umso aufregender und voll nach unserem Geschmack. Genauso würden wir es jederzeit wieder machen. Frankreich ist toll … und die Tour de France und Paris sowieso J

 

EuroEyes Cyclassics 2016

Die EuroEyes Cyclassics 2016 sind nun schon zwei Tage her. Aber genau diese beiden Tage brauchte ich, um mir darüber Gedanken zu machen, was ich wirklich schreiben will.

Wenn ich den Bericht direkt am Sonntag verfasst hätte, dann wäre nur sowas in der Art wie „Es war schrecklich, nie wieder, sehr schlechter Tag, so langsam wie nie zuvor, etc.“ bei rausgekommen. Ich wollte daher lieber nochmal alles in Ruhe verdauen und nun (hoffentlich) einen sachlichen Bericht verfassen.

Also … obwohl ich mir – wie bereits beim diesjährigen Velothon Berlin – vorgenommen hatte, kein Rennen zu fahren, war ich unerwartet aufgeregt. Die Nacht von Samstag auf Sonntag schlief ich sehr schlecht und hatte Alpträume. Daher war das Aufstehen am Sonntagmorgen kein Problem, da ich ohnehin sehr früh aufgewacht bin – vermutlich vor Aufregung.

Mat und ich machten uns also in Ruhe Zuhause fertig und fuhren nach Hamburg. Als wir am Start angekommen waren, war tatsächlich schon was los, obwohl wir wirklich früh vor Ort waren. Die Aufregung bei mir stieg immer weiter. Der Startblock war gut mit HFS Foris gefüllt, das sah wirklich klasse aus. Helmut wäre bestimmt geplatzt vor Stolz!

Sehr pünktlich ging es dann los. Und sehr schnell merkte ich, dass es nicht mein Tag war. Bereits bei Kilometer 30 habe ich mir innerlich die Frage gestellt, wie ich an diesem Tag 100 km schaffen sollte! Aber weiter ging es. Nur die Geschwindigkeit wurde immer langsamer. Es ging einfach gar nicht. Ab Kilometer 60 kam hinzu, dass mir schlecht wurde. Ich wusste nicht, ob ich anhalten sollte zum Spucken oder ob es noch geht. Ich entschied mich für das weiterfahren, aber eben sehr langsam. Ich war ziemlich am Boden zerstört, da ich von mir selbst sehr enttäuscht war. Es war zwar von Anfang an klar, dass ich kein Rennen fahren wollte, aber so habe ich mir das dann auch nicht vorgestellt. Keine Ahnung was da los war. Zwischendurch hatte ich schon selbst Zweifel daran, ob Radsport wirklich der richtige Sport für mich war. Glücklicherweise war dieses Gefühl vorbei, als ich endlich im Ziel war.

Ein Gutes hatte die Veranstaltung für mich dennoch:
Mat und ich beherrschen wohl inzwischen jede Fasson im Radsportleben von Paaren. Wie immer ist Mat bei mir geblieben. Und ganz sicher war dies überhaupt nicht einfach für ihn. Aber ich habe inzwischen gelernt nicht zu meckern und er hält es auch irgendwie mit mir aus. Ganz ohne Streit und Stress! Das war vor ein paar Jahre noch ganz anders. Am vergangenen Sonntag gab es bei uns lediglich irgendwann den folgenden Wortwechsel:
Bri: „Ist es sehr schlimm für Dich?“
Mat: „Ja“
Bri: „Ich weiß, es tut mir auch sehr leid!“
Das war es. Damit war alles gesagt und keiner war böse auf den anderen!
Vielen Dank für Dein Verständnis, liebster Mat!

Insgesamt waren die Bedingungen ansonsten gut. Das Wetter war schön. Die Strecke eigentlich auch. Recht viel Wind, aber auch OK. Nur meine Form wollte nicht!

Nach dem Ziel konnte ich jedoch schon wieder Lachen. Beim Treffpunkt auf dem Ida-Ehre-Platz konnte ich meine Lieben in die Arme nehmen, die extra für uns nach Hamburg gekommen sind. Neben meinen lieben Schwiegereltern, die jedes Jahr dabei sind, waren auch meine beste Freundin Katrin und mein Patenkind Josie da. Toll! Natürlich waren auch alle Foris und meine geliebte Rad-Freundin Wosi da und haben sie mein Leid angehört. Auch nochmal ein herzlicher Dank an UweK für die spontane Bewirtung und die liebe Worte direkt nachdem wir ankamen. Ein ganz toller erster Vorsitzender von HFS.

Tja, eigentlich wollte ich den Tag nur noch vergessen, doch wenn ich jetzt so den Bericht schreibe, dann war es doch nicht so schlimm. Solche Tage gehören wohl einfach beim Radsport dazu. Es hätte zwar nicht unbedingt bei dem Cyclassics sein müssen, aber was soll’s. Es gibt wirklich schlimmeres. Außerdem ist das wichtigste, dass wir heil ins Ziel gekommen sind. Schließlich ist Mat einmal haarscharf an einem Unfall vorbeigeschlittert. Im wahrsten Sinne vorbeigeschlittert. Denn ein Fahrer hat ihn angefahren und dabei kam Mat natürlich ins Wanken. Glücklicherweise konnte er es irgendwie ausbalancieren. Er hat sich aus dem Pedal geklickt und auf dem Boden damit ausbalanciert, so dass sogar Funken sprühten. Aber er hat es geschafft und ist nicht gestürzt. Wie auch immer er das gemacht hat. Ich hatte bereits geschrien, da ich direkt dahinterfuhr. Aber es ist ja nochmal gut gegangen. Der Fahrer, der Mat fast zum Fall brachte rief nur ein kurzes „Sorry“ und weg war er!

Ob ich die Cyclassics jemals nochmal fahren werde, steht aus heutiger Sicht noch in den Sternen 😉 … auch wenn es eigentlich eine schöne Veranstaltung ist und einfach nach Hamburg gehört!

Oft haben natürlich an unserem Helmut auch an diesem Tag gedacht. Eigentlich sind wir nur für ihn gefahren. Er fehlte uns sehr …

In diesem Sinne radsportliche Grüße
Eure Bri

Ps.: Fotos und weitere Berichte gibt es natürlich bei HFS und zwar hier:
http://www.hfs.bike/forum/viewtopic.php?f=3&t=10532