Frankreich Urlaub 2016 (Tour de France und Paris)

Auch wenn es schon ein paar Tage her ist, möchten wir nicht versäumen noch ein paar Zeilen von unserem schönen Urlaub in Frankreich zu schreiben. Vorab: es war traumhaft. Auch wenn es uns inzwischen schon so vorkommt, als wäre es ewig her, ist es uns noch immer in sehr guter Erinnerung und noch immer berichten wir von diesem Urlaub mit großer Begeisterung.

Nachfolgend daher ein „kleiner“ bebilderter Bericht von jedem Tag:

Freitag, 1. Juli 2016

Am 01.07.2016 sind von losgefahren. Vor uns stand eine Anreise von 1.260 km. Um 4:00 Uhr klingelte der Wecker und voller Elan schwangen wir uns aus dem Bett und fuhren voller Vorfreude los. Die Strecke war zwar recht lang, aber abwechslungsreich. Auch sind wir über den Pont de Normandie angereist.  Der Pont de Normandie ist eine Schrägseilbrücke, die mit 856 m die größte Spannweite in Europa besitzt. Wirklich beeindruckend. Somit sind wir glücklich abends im Sonnenschein in Cancale in der nördlichen Bretagne angekommen. Unser Hotel „Ty Lili“ war zauberhaft. Es ist nur ein ganz kleines Hotel (insgesamt nur 4 oder 5 Zimmer), aber total schön und modern eingerichtet und sehr liebevolle Gastgeber. Auch der Ort Cancale ist wunderschön. So ließen wir den Abend im Restaurant bei frischem Fisch und leckeren Weißwein bzw. Bier gemütlich ausklingen und genossen das französische Flair.

 

Samstag, 2. Juli 2016

Am 02.07.2016 stand dann der Auftakt der Tour de France auf unserem Plan. Wir sind zunächst etwas mit dem Auto Richtung Mont St. Michel gereist und haben dann den restlichen Weg mit dem Rad zurückgelegt. Dabei sind wir noch fast auf den Hund gekommen. Denn „Jacques“ (so haben wir den Hund bereits liebevoll getauft) war plötzlich neben uns und hat uns ca. 10 km begleitet. Jeder Versuch von uns, ihn dazu zu bewegen, dass er uns nicht mehr begleitet, scheiterte kläglich. Wenn wir anhielten, dann hielt er auch an. Deutsch hat er entweder nicht verstanden oder er wollte es nicht verstehen und wenn wir schneller fuhren, dann gab er auch Gas. Irgendwann war aber ein Geruch im Gras doch interessanter und wir – um ehrlich zu sein – ganz froh, denn wir hätten nicht gewusst, was mir machen sollen, wenn er einfach immer weiter bei uns geblieben wäre. Die Fahrt mit dem Rad nach Mont St. Michel war schon grandios. Super schöne Gegend durch Wälder und Wiesen. Als wir jedoch dort ankamen, waren wir zunächst etwas irritiert. Von der Tour den France war nichts zu sehen. Mont St. Michel selbst war sehr beeindruckend und es waren auch schon viele Touris vor Ort, aber wo war die Tour de France? Außer ein paar Absperrungen war nichts zu erkennen. Das kannten wir von den Vorjahren anders. Irgendwo müssen doch auch die Tour-Busse sein. Aber wo? Irgendwann kam uns die Idee, dass dies vielleicht eher auf dem Festland zu finden ist. Glücklicherweise hatten wir unsere Räder dabei und somit machten wir uns auf dem Weg. Schnell war auch die Tour de France gefunden und wir waren mitten im Trubel. Toll! Es ist einfach immer wieder beeindruckend, was dort los ist. Schnell war das Fahrerlager gefunden und wir mitten drin. Hautnah dran an den Profi-Radfahrern. Als sich die Profis dann zum Start aufmachten, fuhren wir auch an die Strecke. Dann folgte der Start und die Patrouille de France (Kunstflugstaffel der französischen Luftwaffe) flogen mit der Tricolore über uns. Eine Gänsehaut lief uns über den Rücken. Die Rennfahrer fuhren ans uns vorüber und der Start der Tour de France war gemacht. Wir setzten uns – bevor wir uns mit dem Rad auf dem Weg zurück ins Hotel in Cancale machten – noch in eine Bar und genossen ein teures Bier (10,00€) und eine teure Cola (6,00€). Aber das war es uns wert. Der erste Tag war schon super. Vollkommen entspannt ließen wir den Tag ausklingen. Mat probierte in der Hauptstadt der Austern (Cancale) sogar direkt beim Austernbauern noch Austern. Muss man auch mal gemacht haben …

 

Sonntag, 3. Juli 2016

Am 03.07.2016 sind wir morgens aus Cancale abgereist. Zunächst ging es zum Start der 2. Etappe der Tour de France und zwar nach Saint-Lô. Nach erfolgreicher Parkplatzsuche machten wir uns auf ins Getümmel. Schon wieder brauchten wir nicht lange und war waren wieder mitten im Fahrerlager. Und schon wieder war es einfach nur klasse. Neben den Profiradlern waren dort auch Fürst Albert von Monaco und Brian Cookson (UCI Präsident) dort zu finden. Man kann es nicht wirklich beschreiben, war es ist super aufregend und schön, wenn man sich im Fahrerlager bewegt und einen Profiradler nach dem anderen trifft. Die Profis sind wirklich entspannt. Nur an die Topfahrer kommt man nicht so einfach ran. Aber manchmal schon😀 … gleich nach dem Start haben wir uns aufgemacht gen Ziel. Wie man sich jedoch vorstellen kann, ist es sehr voll auf den Straßen. Auch durch die Fahrzeuge der Tour-Organisation. Somit kamen wir nicht mehr vor der Vollsperrung in Cherbourg und somit kamen wir auch nicht mehr, wie eigentlich geplant gewesen, zu unserem Hotel. Somit haben wir kurzerhand um geplant und haben einfach irgendwo, wo es noch möglich war, geparkt und unsere Räder rausgeholt. Das Etappenziel im Cherbourg war nach einem Anstieg. Somit konnten wir diesem mit dem Rad selbst hochfahren. Das war klasse. Die Strecke war bereits abgesperrt, doch wir wurden mit den Rädern noch durchgelassen. Hinter den Absperrungen drängelten sich die Zuschauer und da durch das Warten auf die Profis offenbar nichts Besseres zu tun hatten, jubelten sie uns den Berg hoch. Ein tolles Gefühl. Mat machte öfters den „Wheely“ und somit riefen sie auch immer wieder „Sagan, Sagan“ J Nachdem wir oben ankamen, haben wir uns ein netten Plätzchen hinter der Ziellinie gesucht und die restlichen Kilometer der Profis auf einer Leinwand angesehen, nachdem wir dann die Zieleinfahrt und die Siegerehrung live verfolgen konnten.  Einfach nur klasse. Nachdem alles „vorbei“ war, machten wir uns Richtung Hotel auf, checkten ein und haben am Hafen in einer kleinen Pizzeria den Abend genossen.

 

 

Montag, 4. Juli 2016

Nachdem wir morgens in Cherbourg noch das größte öffentlich zugängliche Atom-U-Boot (Le Redoutable) angesehen haben (dies ist wirklich der Wahnsinn), haben wir uns auf nach Granville gemacht. In Granville war der Start der 3. Etappe der diesjährigen Tour de France. Unser Hotel teilte uns mit, dass die Stadt um 10:00 Uhr für den Verkehr gesperrt wird und wir daher am besten vorher anreisen sollten. Gemacht getan, doch um 9:00 Uhr war bereits alles abgesperrt. Also mussten wir schon wieder um planen. Das Einchecken im Hotel musste erneut warten und wir holten wir unsere Räder raus und fuhren die letzten Meter wieder mit dem Rad. Kein Problem, denn Radfahren bringt ja Spaß und außerdem kommen wir bis zum Fahrerlager der Profis. Im Fahrerlager war allerdings noch nichts los, so dass wir erstmal der Werbekarawane beiwohnten. Dies ist auch immer wieder aufregend und schön. Danach kamen die ersten Tour-Busse und wir sind wieder ab ins Fahrerlager. Hautnah an den Profis. Einfach klasse. Bri hat sogar kurz vor dem Start noch mit Adrien Petit einen Kaffee getrunken. Wir haben die für uns letzte Etappe der Tour de France in 2016 in vollen Zügen genossen. Als dann die Rennfahrer gestartet sind, haben wir noch den Ministerpräsidenten der Normandie kennengelernt und uns gegenseitig über den tollen diesjährigen Tour-Auftakt in der Normandie gefreut. Danach haben wir in unserem Hotel eingecheckt. Dies heißt Hotel Des Bains, liegt direkt am Meer und hat einen phantastischen Blick. Auch dieses Hotel sowie der Ort Granville ist absolut zu empfehlen. Nachdem wir noch ein Bad im kalten Atlantik genommen haben, haben wir den Ort erkundigt und sind dann abends sehr erschöpft, aber glücklich ins Bett gefallen.

 

Dienstag, 5. Juli 2016

Am Montag ging es dann für uns nach Paris. Zunächst haben wir zwischendurch nochmal bei einem großen Carrefour sowie einem großen Decathlon ein Shopping-Stopp eingelegt, aber sind dann gegen Nachmittag in unserem Hotel, welches ca. 10 km entfernt vom Eiffelturm lag, angekommen. Nachdem wir unser Hotelzimmer für die nächsten drei Nächte bezogen hatten, machten wir uns mit dem Rad auf Richtung Stadtzentrum. Wider Erwarten ist es absolut empfehlenswert mit dem Rad durch Paris zu fahren. Wir haben niemals zuvor so eine fahrradfreundliche Stadt erlebt. Und dies ist absolut nicht ironisch gemeint. Es wirkt zwar auf den ersten Blick chaotisch. Ist es aber nicht. Auf die Radfahrer nimmt jeder Rücksicht und es bringt richtig Spaß in Paris mit dem Rad zu fahren. Es gibt entweder Radwege, oder man darf die Bus-Spur nutzen oder einfach gemeinsam mit den Autos und Motorrädern, aber jeder passt auf die Radfahrer auf. Niemals kamen wir in eine gefährliche Situation. Bei herrlichsten Sonnenschein kamen wir am Eiffelturm an. Wir ließen den Abend mit leckerer Pasta in einem niedlichen Bistro sowie anschließend mit Drinks am Trocadéro mit Blick auf dem Eiffelturm gemütlich ausklingen.

 

Mittwoch, 6. Juli 2016

Am Mittwoch machten wir uns mit den Rädern auf zu einer Stadtrundfahrt. Es war herrlich. Wir haben immer kurz überlegt, was wir ansehen wollen, haben dies in unsere Garmins eingegeben und dann zum Ziel navigiert.

Dabei sind wir zunächst über die Champs-Élysées um den Arc de Triomphe bis nach La Defénse gefahren. Dort haben wir uns das Viertel angesehen und den Grande Arche bewundert.

Danach ging es für uns noch zum Notre Dame und zum Louvre.

 

Donnerstag, 7. Juli 2016

Am Donnerstag haben wir uns zunächst mit den Rädern Richtung Montmartre gemacht. Das Garmin hat uns eine klasse Strecke auf den „Berg“ hinaufgeschickt. Von oben konnten wir einen herrlichen Ausblick auf Paris genießen.

Danach sind wir noch ein bisschen durch das Viertel Montmartre geschlendert.

Weiter ging es zur Moulin Rouge und auch das Bataclan haben wir uns angesehen. Beim Bataclan haben wir die Helme abgenommen und kurz innegehalten. Sehr traurige Stimmung. Neben uns stand eine Frau und hat gebetet.

Nach einem Drink haben wir uns dann zum Friedhof Père Lachaise aufgemacht, auf dem z.B. Jim Morisson begraben ist. Genau dieses Grab wollten wir uns ansehen. Und es ist in der Tat so, dass an diesem Grab immer irgendwelche Menschen sitzen. Als wir da waren, waren eine Reihe junger Mädels da, die es sich gemütlich gemacht haben und sich bei Zigaretten leise unterhielten. Generell ist der Besuch dieses Friedhofs eine Reise wert, denn der Friedhof ist wirklich besonders und absolut sehenswert.

 

Freitag, 8. Juli 2016

Am Freitag haben wir uns morgens auf die Heimreise gemacht. Dies hat jedoch zunächst noch seine Zeit benötigt, bis wir aus Paris rauswaren (aufgrund von sehr hohem Verkehrsaufkommen, können Fahrten mit dem PKW in Paris durchaus viel länger dauern als geplant). Danach wind wir aber sehr gut durchgekommen und sind abends glücklich und zufrieden wieder zuhause angekommen.

FAZIT:

Ein rundum gelungener und fantastischer Urlaub. Wir haben viel erlebt. Zunächst bei der Tour de France (allerdings benötigt man hier viele Jahre Erfahrung, um so dicht an die Fahrer zu kommen) und dann in Paris. Erholsam war dieser Urlaub sicher nicht, aber dafür umso aufregender und voll nach unserem Geschmack. Genauso würden wir es jederzeit wieder machen. Frankreich ist toll … und die Tour de France und Paris sowieso J

 

EuroEyes Cyclassics 2016

Die EuroEyes Cyclassics 2016 sind nun schon zwei Tage her. Aber genau diese beiden Tage brauchte ich, um mir darüber Gedanken zu machen, was ich wirklich schreiben will.

Wenn ich den Bericht direkt am Sonntag verfasst hätte, dann wäre nur sowas in der Art wie „Es war schrecklich, nie wieder, sehr schlechter Tag, so langsam wie nie zuvor, etc.“ bei rausgekommen. Ich wollte daher lieber nochmal alles in Ruhe verdauen und nun (hoffentlich) einen sachlichen Bericht verfassen.

Also … obwohl ich mir – wie bereits beim diesjährigen Velothon Berlin – vorgenommen hatte, kein Rennen zu fahren, war ich unerwartet aufgeregt. Die Nacht von Samstag auf Sonntag schlief ich sehr schlecht und hatte Alpträume. Daher war das Aufstehen am Sonntagmorgen kein Problem, da ich ohnehin sehr früh aufgewacht bin – vermutlich vor Aufregung.

Mat und ich machten uns also in Ruhe Zuhause fertig und fuhren nach Hamburg. Als wir am Start angekommen waren, war tatsächlich schon was los, obwohl wir wirklich früh vor Ort waren. Die Aufregung bei mir stieg immer weiter. Der Startblock war gut mit HFS Foris gefüllt, das sah wirklich klasse aus. Helmut wäre bestimmt geplatzt vor Stolz!

Sehr pünktlich ging es dann los. Und sehr schnell merkte ich, dass es nicht mein Tag war. Bereits bei Kilometer 30 habe ich mir innerlich die Frage gestellt, wie ich an diesem Tag 100 km schaffen sollte! Aber weiter ging es. Nur die Geschwindigkeit wurde immer langsamer. Es ging einfach gar nicht. Ab Kilometer 60 kam hinzu, dass mir schlecht wurde. Ich wusste nicht, ob ich anhalten sollte zum Spucken oder ob es noch geht. Ich entschied mich für das weiterfahren, aber eben sehr langsam. Ich war ziemlich am Boden zerstört, da ich von mir selbst sehr enttäuscht war. Es war zwar von Anfang an klar, dass ich kein Rennen fahren wollte, aber so habe ich mir das dann auch nicht vorgestellt. Keine Ahnung was da los war. Zwischendurch hatte ich schon selbst Zweifel daran, ob Radsport wirklich der richtige Sport für mich war. Glücklicherweise war dieses Gefühl vorbei, als ich endlich im Ziel war.

Ein Gutes hatte die Veranstaltung für mich dennoch:
Mat und ich beherrschen wohl inzwischen jede Fasson im Radsportleben von Paaren. Wie immer ist Mat bei mir geblieben. Und ganz sicher war dies überhaupt nicht einfach für ihn. Aber ich habe inzwischen gelernt nicht zu meckern und er hält es auch irgendwie mit mir aus. Ganz ohne Streit und Stress! Das war vor ein paar Jahre noch ganz anders. Am vergangenen Sonntag gab es bei uns lediglich irgendwann den folgenden Wortwechsel:
Bri: „Ist es sehr schlimm für Dich?“
Mat: „Ja“
Bri: „Ich weiß, es tut mir auch sehr leid!“
Das war es. Damit war alles gesagt und keiner war böse auf den anderen!
Vielen Dank für Dein Verständnis, liebster Mat!

Insgesamt waren die Bedingungen ansonsten gut. Das Wetter war schön. Die Strecke eigentlich auch. Recht viel Wind, aber auch OK. Nur meine Form wollte nicht!

Nach dem Ziel konnte ich jedoch schon wieder Lachen. Beim Treffpunkt auf dem Ida-Ehre-Platz konnte ich meine Lieben in die Arme nehmen, die extra für uns nach Hamburg gekommen sind. Neben meinen lieben Schwiegereltern, die jedes Jahr dabei sind, waren auch meine beste Freundin Katrin und mein Patenkind Josie da. Toll! Natürlich waren auch alle Foris und meine geliebte Rad-Freundin Wosi da und haben sie mein Leid angehört. Auch nochmal ein herzlicher Dank an UweK für die spontane Bewirtung und die liebe Worte direkt nachdem wir ankamen. Ein ganz toller erster Vorsitzender von HFS.

Tja, eigentlich wollte ich den Tag nur noch vergessen, doch wenn ich jetzt so den Bericht schreibe, dann war es doch nicht so schlimm. Solche Tage gehören wohl einfach beim Radsport dazu. Es hätte zwar nicht unbedingt bei dem Cyclassics sein müssen, aber was soll’s. Es gibt wirklich schlimmeres. Außerdem ist das wichtigste, dass wir heil ins Ziel gekommen sind. Schließlich ist Mat einmal haarscharf an einem Unfall vorbeigeschlittert. Im wahrsten Sinne vorbeigeschlittert. Denn ein Fahrer hat ihn angefahren und dabei kam Mat natürlich ins Wanken. Glücklicherweise konnte er es irgendwie ausbalancieren. Er hat sich aus dem Pedal geklickt und auf dem Boden damit ausbalanciert, so dass sogar Funken sprühten. Aber er hat es geschafft und ist nicht gestürzt. Wie auch immer er das gemacht hat. Ich hatte bereits geschrien, da ich direkt dahinterfuhr. Aber es ist ja nochmal gut gegangen. Der Fahrer, der Mat fast zum Fall brachte rief nur ein kurzes „Sorry“ und weg war er!

Ob ich die Cyclassics jemals nochmal fahren werde, steht aus heutiger Sicht noch in den Sternen😉 … auch wenn es eigentlich eine schöne Veranstaltung ist und einfach nach Hamburg gehört!

Oft haben natürlich an unserem Helmut auch an diesem Tag gedacht. Eigentlich sind wir nur für ihn gefahren. Er fehlte uns sehr …

In diesem Sinne radsportliche Grüße
Eure Bri

Ps.: Fotos und weitere Berichte gibt es natürlich bei HFS und zwar hier:
http://www.hfs.bike/forum/viewtopic.php?f=3&t=10532

 

 

 

1. Helmut Niemeier RTF des BSV Hamburg am 31.07.2016

Am vergangenen Sonntag fand die 1. Helmut Niemeier RTF des BSV Hamburg statt. Dies ist zwar schon über eine Woche her, aber dennoch wollen wir nicht versäumen auch noch ein paar Zeilen zu schreiben, denn diese RTF durften wir uns natürlich auf keinen Fall entgehen lassen. Der BSV Hamburg hatte sich dafür eingesetzt, dass die RTF in Helmut Niemeier RTF umbenannt wurde. Große Klasse wie wir finden. Aber das war nicht alles, fangen wir jedoch von vorne an …

Morgens um 6:30 Uhr klingelte der Wecker. Trotz großer Müdigkeit schälten wir uns aus dem Bett und freuten uns trotz etwas Wehmut auf die RTF. Wir hatten mit Gerhard (Ledersattel) abgemacht, dass wir schon gegen 8:00 Uhr am Start sein werden. Der BSV hat um ein Bild von Helmut zur Ausstellung gebeten, dieses hatten wir mitgebracht. Außerdem wurde ein Püppchen mit HFS Trikot ausgestellt und radsanne war wieder künstlerisch tätig und hat für die 1. Helmut Niemeier RTF Tassen als zusätzliches Gedenken angefertigt. Eine ganz tolle Idee.

Schon bei der Ankunft trafen wir die ersten bekannten Gesichter. Und nach und nach trafen immer mehr HFS Foris ein. Auch viele, die man lange nicht mehr gesehen hatte. Es war toll so viele Foris mal wieder auf „einen Haufen“ zu sehen. Der BSV hat den HFSlern sogar einen „eigenen“ Startblock gegeben. Helmut wäre vor Stolz geplatzt.

Nachdem zunächst Gerhard (Ledersattel) ein paar Worte zum neu gegründeten HFS Verein gesagt hat und Mat ein paar Worte von Lila ergänzt hat, wurden wir vom Veranstalter auf die Strecke geschickt.

Wir fuhren in einem großen HFS Zug los und es war toll. Zügig ging es zur ersten Kontrolle in Mühlenrade. Dort trafen wir unter anderen auf Goschi und Elke. Nach einer leckeren Stärkung fuhren wir in einer recht großen Gruppe weiter auf der 80er Runde. Doch schon bald kam der Regen. Glücklicherweise war es nicht kalt, aber dennoch sehr nass. Im Regen trafen wir beim zweiten Depot in Friedrichsruh ein. Dort trafen wir auf Knut und seine Britta sowie seinen Sohn. Wir zogen die Regenjacken an und weiter ging … es nützte ja nichts, der Regen wollte einfach nicht aufhören.

Dennoch fuhren wir gemeinsam und glücklich zum Ziel. Kurz bevor wir das Ziel erreichten, hörte sogar der Regen auf. Zufrieden haben wir die schöne RTF dann noch gemeinsam ausklingen lassen. Wir saßen noch lange zusammen – später sogar draußen in der Sonne – und es war einfach nur schön. Wir haben viel über Helmut geredet. Ihm hätte dies sicher gefallen. Beim Regen waren bestimmt auch ein paar Tränen von Helmut dabei … einige aus Trauer, weil er nicht dabei sein konnte, aber auch einige aus Freude, weil er stolz war und es ihn gefreut hat, dass dieses Gedenken für ihn geschaffen wurde …

In diesem Sinne vielen Dank an den Veranstalter und alle fleißigen Helfer sowie an alle Mitfahrer!

Herzliche Grüße,
Bri & Mat

Ps.: Es gibt viele Bilder von dieser RTF und zwar alle bei HFS hier zu finden:
http://forum.helmuts-fahrrad-seiten.de/viewtopic.php?t=10490

Perfekter Sonntag

Zuerst ausschlafen. Dann bei herrlichstem Sommerwetter unsere Hausrunde mit dem Rennrad zur Vorbereitung der EuroEyes Cyclassics entlang der Elbe. Danach Zuhause die Räder in unsere Alltagsräder getauscht und zum ca. 5 km entfernten Baggersee geradelt. Dort haben wir das kühle Naß und leckere Drinks genossen. Und zum Abschluss schauen wir nun völlig entspannt und glücklich die letzte Etappe der diesjährigen Tour de France. Was kann schöner sein?

 

EuroEyes Cyclassics am 21.08.2016 in Hamburg

Wie die meisten sicher schon wissen, wurde für die Cyclassics in Hamburg zum Glück ein neuer Hauptsponsor gefunden, so dass die Veranstaltung auch die nächsten Jahr in Hamburg bleiben kann🙂 Der neue Hauptsponsor ist EuroEyes und daher heißt dieses Radevent ab sofort EuroEyes Cyclassics.

Am 21. August 2016 findet dieses Event in der Hansestadt Hamburg statt und wird sicher erneut für  Gänsehautstimmung sorgen. Und du kannst auch dabei sein! Zur Anmeldung geht es hier – Achtung: am 21. Juli startet die offizielle Nachmeldephase und der Preis erhöht sich:

http://velothon.ironman.com/de-de/events/hamburg-cyclassics/anmeldung.aspx#axzz4EHSmw8vO

Es gibt wie jedes Jahr drei Distanzen. Alle drei traumhafte Strecken, die auf der Mönckebergstraße mitten in Hamburgs Zentrum enden, wurden tausendfach bezwungen, getestet und genossen. Alle Strecken sind komplett abgesperrt.

Zusatzleistungen für organisierte “Vereine” / Foren

  • 10 zahlende Teilnehmer – der 11. Startplatz ist Gratis
  • Möglichkeit ein eigenes Pop-Up Zelt im Nachversorgungsbereich mit Blick auf die Strecke der 60 & 160 km Distanz aufzustellen (als Meeting Point für die Teilnehmer)
  • Bei Interesse besteht die Möglichkeit mit dem Race Director und dem Head of Marketing von IRONMAN eine 1/2 stündige Diskussion zu dem Radevent zu führen und Feedback zu geben

Deutschlands einziges UCI World Tour-Rennen

Direkt nach dem Jedermannrennen kämpfen die besten Radsportler der Welt auf derselben Strecke um jede Sekunde. Die EuroEyes Cyclassics sind Teil eines ausgewählten Kreises von Profi-Radrennen auf der ganzen Welt – der UCI World Tour. Ebenfalls in diese Kategorie fällt zum Beispiel die Tour de France.

Das Starterfeld kann sich sehen lassen. Allein im letzten Jahren war beinahe die gesamte Weltspitze der Sprinter am Start. Das Profirennen geht über gut 240 km und endet nachmittags als riesiges Spektakel und vor tausenden Fans auf der Mönckebergstraße.

Ein echtes Radsportfestival

Ein Rahmenprogramm mit riesiger Radsport-Messe und Entertainment durch ein RAD RACE Battle & Co. sorgen dafür, dass am Wochenende keine Sekunde Langeweile auftritt.

Also, wir sehen uns in Hamburg bei den EuroEyes Cyclassics🙂
LG, Bri & Mat

Velothon Berlin 2016

Am vergangenen Sonntag fand der Velothon in Berlin statt. Wie immer, war es ein tolles Wochenende in Berlin. Wir haben uns am Samstagmorgen auf den Weg gemacht und waren dann bereits um 10:30 Uhr im Hotel. Als Hotel haben wir das Novotel Tiergarten gewählt, so dass wir das Ziel und den Start direkt vor der Tür hatten. Zunächst haben wir am Samstag schnell eingecheckt und dann sind wir direkt auf die Messe.

Dort trafen wir schnell die ersten bekannten Gesichter. Um 14:00 Uhr war dann das alljährlich HFS Treffen auf der Messe. Dies ist immer wieder schön. Auch unseren lieben Vereinskollegen Corstiaan konnten wir dort finden. Darüber haben wir uns besonders gefreut.

Die Messe selbst war dieses Jahr zwar deutlich kleiner als noch in den Vorjahren, dennoch haben wir einige schöne Dinge entdecken können. Besonders spannend war das ausmessen des geeigneten Sattels von Selle Italia bei Paul Lange. Endlich wissen wir, welchen Sattel wir wirklich nehmen sollten😉

Weiterhin war ein Highlight auf der Messe das alljährliche Treffen mit Erik Zabel. Bri hat sich natürlich sofort wieder mit ihm ablichen lassen😀

Abends ging es dann noch mit den HFS Foris in den Schleusenkrug. Dort liesen wir gemeinsam den Abend nett ausklingen.

Am Sonntag morgen ging es dann zum Rennen. Bereits am Vortage haben wir zu fünft (Mathias und ich mit Uwe K., Lars (Kanarienvogel) und Stephan (Besenwagenflüchtling) dazu entschlossen, dass wir gemeinsam fahren und zwar nicht als Rennen, sondern zum Spaß. Da wir fast alle in verschiedenen Startblöcken aufgeteilt waren, entschieden wir uns dafür, dass wir alle in E starten, denn Stephan war dort eingeteilt. Bekanntlich kann man zwar nicht weiter vorne starten, aber nach hinten geht es immer. Die Gesichter der Helfer vor Ort waren aber schon etwas komisch, als sie z.B. bei Uwe Startblock A erblicken🙂

Das Rennen selbst ging erstaunlich ruhig los. Dennoch waren die ersten Kilometer recht flott. Doch nach dem ersten Hügelchen nach ca. 11 km mussten wir dann doch etwas langsamer machen, damit wir zusammen blieben. Kein Problem, denn schließlich war das gemeinsame Starten und Ankommen mit viel Spaß unser Ziel.

Ansonten ging die Zeit recht schnell um und schwups waren wir im Ziel. Es hat sehr viel Spaß gemacht. Bri hat es genossen, dass sie auch mal in der Lage war Führungsarbeit zu leisten und jemanden Windschatten zu geben. Insgesamt war es – wie eigentlich jedes Jahr – eine sehr schöne Veranstaltung.

Auch unser lieber Cors ist im Startblock A gut ins Ziel gekommen. Er ist in seiner Altersklasse sogar auf Platz 4 gefahren. Dafür herzlichen Glückwunsch, lieber Corstiaan🙂

Besonders hervorheben möchten wir außerdem noch folgende Dinge:

  • Sehr positiv aufgefallen sind die freundlichen Helfer. Alle haben gelächelt und Freude verbreitet. Dies kennen wir von anderen Veranstaltungen oder den Vorjahren anders, oft herrschte fast ein militärischer Drill-Ton. Dieses Jahr aber nicht.
  • Es waren diese Jahr auf jeden Fall mehr Zuschauer vorhanden als in den Vorjahren

Fazit:
Tolles Event, immer wieder gerne. Danke an unsere Mitfahrer, es war großartig. Wir sind nächstes Jahr bestimmt wieder dabei. Danke an den Veranstalter.

Aber einer fehlte dann doch. Unser Helmut. Wehmütig mussten wir oft an ihn denken. Zu dieser Veranstaltung gehört er eigentlich auch dazu. Deshalb sind wir in Gedanken dieses Event für Helmut gefahren.

Hier noch ein paar Bilder vom Wochenende:

Ereignisreicher Samstag

Heute wollten wir schön mit dem MTB nach Bergedorf fahren, denn eine Freundin hat dort ein neues Haus, welches wir besichtigen wollten. Die Hinfahrt war auch wunderschön. Wir sind durch die Dalbeckschlucht gefahren und haben das Wetter genossen.

Der Rückweg war schon ereignisreicher. Im Wald bei Dassendorf kamen und zwei Hundehalter mit zwei großen Hunden entgegen. Da wir schon sehr schnell bemerkten, dass die Hunde ziemlich aggressiv und nicht angeleihnt waren, stiegen wir bereits vom Rad ab. Zum Glück, denn die Hunden haben versucht uns anzufallen, aber durch die Räder konnten wir uns wehren, damit sie nicht direkt an uns rankamen, um uns zu beißen. Es war ziemlich heftig, die Besitzer hatten die beiden Hunde überhaupt nicht im Griff. Sie haben zwar geschrieen, aber die Hunde haben überhaupt nicht gehört. Bri wurde zudem ganz schlimm gebissen, als sie 6 Jahre alt war, und somit war für sie der Schock sehr groß. Von den Hundebesitzern hingegen kam noch nicht einmal eine Entschuldigung!

Zuhause angekommen und den Schock noch nicht mal überwunden, wurden wir von unserer Nachbarin mit den folgenden Worten begrüßt: „Wisst Ihr eigentlich, was bei Euch los war? Die Polizei war da!“ Offensichtlich hatte Mat zwar abgeschlossen, aber die Tür nicht richtig zugemacht, so dass die Tür offen stand. Widerum andere Nachbarn riefen dann die Polizei. Die hat aber offensichtlich nur überall in der Wohnung geschaut, dann einen anderen Schlüssel vom Schlüsselbrett genommen, die Tür aufgeschlossen und dann von außen zugezogen. Als Mat versuchte die Polizei in Schwarzenbek anzurufen, um nachzufragen, ging dort aber niemand ans Telefon.

Das war es erstmal, mal sehen was der Tag noch bringt😉

Hier noch ein paar Bilder vom MTBen: